Volkstrauertag vom 14.11.2021


Claudia Putz, Vorstandsmitglied des VHD, hielt nachfolgende Ansprache unter Beteiligung der Gottesdienstbesucher, der Pfarrgemeinde und der örtlichen Vereine:

Wie alljährlich am Volkstrauertag, gedenken wir der Toten beider Weltkriege und der Opfer, die durch Terror und Gewalt ums Leben kamen. Wir erinnern uns an die vielen Leben, die in den Schlachten der Kriege durch Bomben, auf den Fluchtwegen, oder in den Konzentrationslagern ausgelöscht wurden.

Doch wir wollen auch nicht diejenigen vergessen, die auch heute noch an den Folgen dieser Geschehnisse zu leiden haben. Als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, sprachen die Menschen davon, dass sie noch einmal davongekommen sind. Sie fassten den festen Vorsatz: “Nie wieder Krieg- Nie wieder Gewalt gegen Menschen.“

Doch was ist aus diesem Vorsatz geworden? Seither hat die Zahl der Toten in den kleinen und großen Kriegen in aller Welt und die Zahl derer, die durch blutigen Terror und brutale Gewalt ums Leben kamen und immer noch kommen, die Zahl der damaligen Kriegsopfer weit überholt! An diese Toten denken wir, wenn sich heute an vielen Orten unseres Landes die Menschen aus Anlass dieses Tages versammeln.

Der Volkstrauertag mahnt uns, sie alle nicht zu vergessen. Ermahnt uns, sie aus der Anonymität der namenlosen Masse zu befreien. Der Volkstrauertag ist aber nicht nur ein Tag gemeinsamer Trauer-Punkt - nicht minder wichtig ist er als Tag der Mahnung zur Versöhnung und zum Frieden. Hat diese Mahnung die Völker erreicht?

Trotz aller politischen Gegensätze ist es oftmals gelungen den Frieden zu bewahren und ideologische Gegensätze nicht zu kriegerischen Auseinandersetzungen eskalieren zu lassen. In vielen Teilen der Erde sterben dagegen täglich Menschen durch Kriegseinwirkungen, Folter, Hunger und Terror.

Es ist deshalb die Aufgabe der Mächtigen unserer Welt, auf die kriegführenden Nationen einzuwirken, damit dieses sinnlose Morden endlich ein Ende hat. Unsere Trauer soll auch Ansporn sein zur Tat, Ansporn nicht nachzulassen, Frieden zu erhalten und Frieden zu schaffen. An uns ist es, die Gegenwart so zu gestalten, das spätere Generationen mit Stolz darauf hinweisen, wir hätten tatsächlich aus den Ereignissen und Schrecken der Vergangenheit gelernt und den Weg zum Frieden gefunden.

Heute muss es unser Ziel und unsere vornehmste Aufgabe sei, Versöhnung über den Gräbern zu erreichen, dem Terror und der Gewalt Einhalt zu gebieten und das uns geschenkte Leben unser höchstes Gut zu bewahren und zu schützen.

 

Ansprache: Claudia Putz

 

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